Rechtliche Grundlagen

Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung   SGB VIII § 8a

Die Gemeinde Flintsbach sichert die Umsetzung des Schutzauftrages durch einen Vertrag mit dem Landratsamt Rosenheim ab. Ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis von allen Mitarbeitern liegt dem Träger vor. Es wird alle fünf Jahre erneuert. Bemerken wir eine Vernachlässigung und Gefährdung eines Kindes, dokumentieren wir dies anhand eines Einschätzungsbogens. Zunächst suchen wir das Gespräch im Team, anschließend zum Träger und zur Erziehungsberatung. Die Eltern werden je nach Auffälligkeit in den Prozess mit ein bezogen. Sollte sich der Verdacht verstärken, so werden weitere Maßnahmen ergriffen. Uns stehen in diesem Fall das Jugendamt in Rosenheim, die Erziehungsberatungsstelle in Rosenheim mit Zweigstelle in Brannenburg zur Verfügung.

Bayerisches Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz      Sozialgesetzbuch

Die rechtliche Grundlage für unsere Arbeit bildet das Sozialgesetzbuch (SGB), Bayerische Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz (BayKiBiG), sowie der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan (BEP). Das Bayerische Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz ist zum 01.08.2005 in Kraft getreten. In diesem werden die Bildung und Betreuung in unserem Kindergarten und die Förderung der Tagespflege geregelt. Der Kindergarten wird nach dem BayKiBiG gefördert.

Maßgebend sind in diesem Zusammenhang:

  • 22 SGB VIII Grundsätze Förderung
  • 1 SGB VIII Integration
  • 45 SGB VIII Bildungs- und Entwicklungschancen

BayKiBiG Artikel 10

Unser Kindergarten bietet den Kindern vielfältige Bildungs- und Erfahrungsmöglichkeiten. Um beste Bildungs- und Entwicklungschancen für alle Kinder zu gewährleisten, wird kein Kind benachteiligt. Unser Englischkurs für die Schulanfänger ist kostenfrei, damit einkommensschwächere Familien durch eventuelle Kosten nicht benachteiligt sind. Er findet 1x wöchentlich in unserem Kindergarten statt. Weitere Einzelheiten können unter den Punkten Bildungsaspekte (siehe Punkt 10) und Fachkräfte (siehe Punkt 3.5.) entnommen werden.

BayKiBiG Artikel 11

Integrative Bildungs- und Erziehungsarbeit in Kindertageseinrichtungen für Kinder mit Behinderung, oder drohender Behinderung

Wir können Kinder mit „besonderen Bedürfnissen“ aufnehmen, wenn sie in einer unserer Kindergartengruppen ihrer Bedürfnisse entsprechend gefördert werden können. Rahmenbedingungen, Gruppengröße und personelle Ausstattung spielen hierbei eine wichtige Rolle. Wir arbeiten mit der Frühförderstelle Rosenheim zusammen, um für jedes Kind die bestmöglichste Förderung zu erreichen.

BayKiBiG Artikel 12

Integrative Bildungs- und Erziehungsarbeit in Kindertageseinrichtungen für Kinder mit Sprachförderbedarf

In unserem ländlichen Einzugsgebiet haben wir erfahrungsgemäß nur sehr vereinzelt Kinder mit Migrationshintergrund. Wir ermitteln anhand des Spracherhebungsbogens „Sismik“ den Stand der Sprachkenntnisse des Kindes. Die Kinder haben die Möglichkeit einen speziellen Sprachvorkurs in einer benachbarten Gemeinde zu besuchen. Wir informieren die Eltern entsprechend darüber. Im täglichen Kindergartenalltag achten wir auf richtigen Sprachgebrauch und die Sprachweise der Kinder. Wir ermuntern die Kinder dazu z. B. in ganzen Sätzen zu sprechen.

BayKiBiG Artikel 14

Zusammenarbeit der Kindertageseinrichtungen mit den Eltern

Das pädagogische Personal arbeitet partnerschaftlich mit den Eltern bei der Bildung Erziehung und Betreuung der Kinder zusammen. Die Eltern können sich bei Tür- und Angelgesprächen, Elterngesprächen und Elternbesuchstage über das Wohlergehen und den Entwicklungsstand ihres Kindes informieren. Der Elternbeirat vernetzt die Arbeit von Träger, pädagogischem Personal und Eltern in unserem Kindergarten. (Elternarbeit & Beobachtung) (siehe Punkt 14)

BayKiBiG Artikel 15

Vernetzung von Kindertageseinrichtungen, Zusammenarbeit mit der Grundschule

Die Zusammenarbeit mit der Grundschule ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit. Es findet ein intensiver Austausch von Grundschullehrern und dem pädagogischem Personal des Kindergartens statt. Die Zusammenarbeit soll den Übergang der Kindergartenkinder in die Grundschule erleichtern.